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Springer und Kiele

Über Kiele (Plektra) könnte man vieles schreiben. Sie sind fürs Spielen sehr wichtig, bestimmen sie doch den klang und die Spielart (und die zuverlässigkeit) des Instrumentes entscheidend mit.
Zum Thema Lederkiele gibt es mehr auch unter:–> Lederkiele

Heute werden überwiegend Kunststoff-Flachkiele (meistens aus Delrin) verwendet. Aber auch der historisch gesehen „richtige“ Kiel aus Vogelfedern.
Für dauerhafter halte ich den Delrinkiel.

Springer-Konstruktionen gab es und gibt es viele: vom reinen Holzspringer über den aus verschiedenen Materialien zusammengesetzten bis hin zum reinen Kunststoff-Springer. Springer aus Metall (dann in der Regel Alu) kommen auch vor, sind aber keine sinnvolle Alternative, da Aluminium sich mit einer Patina-Schicht überzieht und dabei rauh wird. Alu-Springer werden also nur dann zuverlässig fallen, wenn sie eloxiert sind. In der Herstellung dürften sie dann aber deutlich teurer sein, als die anderen Springer-Arten. Hier einige Beispiele:

Grundsätzlich gibt es zwei Merksätze, die nicht von mir stammen, die ich aber für richtig halte:

1. Wenn man einen vom historischen Modell abweichenden Springer konstruiert, soll er wenigstens so gut und zuverlässig funktionieren, wie die überlieferten Vorbilder.

2. Regulierschrauben werden mitunter erst dadurch nötig, dass man sie einbaut.

Für das Spielgefühl sollte ein Springer möglichst leicht und trotzdem solide sein (also in sich nicht federn).